Wir mögen...

...alles außer nichts tun…

                  …und doch auch einfach mal nichts tun!!!

 

Dies erkennt jeder, der nach einem gemütlichen Faulenzerwochenende seine Gummistiefel anzieht und sich seinen Kumpel zum Spaziergang schnappt. Wenn man dann noch das Dummy zückt oder anderweitige Ideen auspackt, beginnen die „gelangweilten“ Augen vor Tatendrang zu strahlen in einer Art und Weise, die einen umhaut und selbst im größten Schmuddelwetter gerne schmunzelnd rausgehen lässt (ok nicht immer – manchmal ist es auf dem Sofa aber auch so gemütlich ;-)).

 

Dies soll nicht heißen, dass der Toller nicht auch ein Faulenzer aus vollstem Herzen sein kann. Aufgrund seines Temperaments und der Tatsache, dass man ihn wegen seines überschäumenden Tatendranges und Spritzigkeit schnell überdrehen kann, ist es uns besonders wichtig, ihnen beizubringen, schnell überall herunterzufahren und entspannen zu können – so gibt es nichts gemütlicheres, als mit ihnen vorm Kamin (muss ja kein Kamin sein) zu kuscheln und ihrem Schnarchen und wohlig zufriedenen Seufzern zu lauschen – einfach auch mal nichts tun, abschalten und genießen, so freut man sich umso mehr, wenn sie diese Gelassenheit auch unter Ablenkung zeigen und z.Bsp. bei Jagden/Prüfungen/Trainings in den Pausen abschalten und schlafen oder das Schmunzeln, wenn im Restaurant oder beim Bahn fahren ein leises Schnarchen/Schmatzen zu vernehmen ist

Die Balance macht`s!

 

 

  • Jagdlicher Spezialist und doch weit gefächert einsetzbar. So ist er natürlich auf die Wasserjagd mit Enten/Gänsen insbesondere mit Tolling (Locken) spezialisiert, doch eignet er sich genauso für die Niederwildjagd, vor allem beim Pick-up von Kaninchen, Hasen, Fasane (bzw. jegliches Federwild) sind sie ganz in Ihrem Element. Ganz toll passt er auch bei der Krähenjagd, da er aufgrund seiner Größe sich perfekt mit unter dem Schirm verstecken kann um dann schnell wie ein Fuchs die Krähen nach dem Schuss zu apportieren. Auch auf Nachsuchen macht er sich gut und stöbert für sein Leben gern/ausdauernd. Weniger bzw. mit Ausnahmen ist er in meinen Augen geeignet für Drückjagden und zum Vorstehen da die wenigsten Sicht-/Spurlaut sind oder vorstehen bzw. wildscharf genug sind (bis zu einem gewissen Grad ist es trainierbar und der eine hat es mehr, der andere weniger, doch ist dies nicht ihr Spezialgebiet). Auf keinen Fall eignet er sich meiner Meinung nach zur Schwarzwildjagd und Baujagd, da er weder scharf noch wendig genug ist und viel zu haarig – mir ist es zu gefährlich und das Risiko zu groß.

 

  • Dummy = nichtjagdliche Arbeit, die der jagdlichen Arbeit nachempfunden wurde und so der natürlichen Auslastung und Leidenschaft der Retriever am nächsten kommt und die den Hund/Mensch Gespannen eine unglaubliche Freude und Zusammenarbeit bietet. Hier gibt es etliche Dummyprüfungen und Workingtests, an welchen man teilnehmen kann und das Training kann auch auf Spaziergängen immer wieder mit eingebunden werden. Alles was man braucht ist verschiedenes Gelände (Wald, Wiese, Wasser, Heide, Strand, Berge,…).

 

  • Obedience, Agility, Turnier-Hundesport… Ganz nach dem Geschmack der kleinen wissbegierigen Streber „Freude pur“. Nur sollte man darauf achten, dass aufpuschende Sportarten wie Agility mit ruhiger Kopfarbeit und Beschäftigungen wie beispielsweise Obedience ausgeglichen werden sollten! Wie so oft im Leben - Gegensätze ziehen sich an.

 

  • Rettungshund – auch hier erfreuen sich die selbstbewussten, selbständigen, ausdauernder und handlichen Sucher immer größerer Beliebtheit.

 

  • Therapiehund – so liebevoll aufgeschlossen sie mit ihren Familien und Freunden sind, genauso gleichgültig sind ihnen oft andere Menschen. Desweiteren sind sie häufig sensibler gegenüber Geräuschen, hektischen unerwarteten Bewegungen und müssen genauer beobachtet werden - ob es ihnen noch gut geht. Nichtsdestotrotz gibt es auch Toller, die hier Ihre Erfüllung finden – die Suche nach dem passenden Welpen kann hier nur etwas länger dauern.

 

  • Aktive Familien – auch als Familienhund kann er ein treuer und entspannter Gefährte sein doch nur, wenn er ins Alltagsleben integriert wird und bei den gemeinsamen Aktivitäten wie Wandern, Radeln, Schwimmen, ….. dabei ist. Als reiner Kuschel-Wohnungshund mit täglichen 10 min Runden um den Block ist er nicht geeignet und wird sich selbst beschäftigen vermutlich nicht im Sinne der Familie

 

Hauptsache man macht was zusammen und lastet ihn besonders auch „kopflich“ aus – denn er ist Familienmitglied und will am liebsten überall dabei sein! So wundert es mich oft nicht, wenn so manch einer denkt: „die spinnt doch total – denn egal ob Urlaub, Arbeit, Restaurant, Biergarten chillen, Freizeit, Entspannung unsere Mädels sind so gut wie immer mit von der Partie“

 

Für Berichte aus verschiedenen Einsatzgebieten von unseren Freunden findet ihr hier

 

Was wir nicht mögen

Als Familienmitglieder kommen für uns insbesondere zwei Dinge nicht in Frage: zum Einen im Zwinger und zum Anderen ausschließlich als Ausstellungsstück, Spielzeug oder Kuscheltier in der Wohnung zu leben.

 

 

 

Wir sind Mitglied sowie anerkannte Zuchtstätte in folgenden Verbänden