Erfahrungsberichte

Nadine mit Mic Mac Hunter's Hogqqyii und Gentle Chester of the Roadrunner's - Deutschland

Frei nach dem Motto: Unterschiedlicher geht es nicht mehr oder Gegensätze ziehen sich an!

 

Ich habe zwei Tollerrüden, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Einmal vom Temperament und auch vom Körperbau.

  • Chester ist bereits 9 Jahre alt und gehört eher zu der Sorte Hund, die zwar gern und motiviert arbeiten aber nur für die Wurst! ;) Vom Körperbau ist Chester rechteckig und hat eine gute Substanz für einen Rüden.  Das war beim Agility Training nie von Nachteil, allerdings muss er viel über Kraft arbeiten und  ich hatte immer das Gefühl, dass er sich nie im Parcours ausgepowert und alles gegeben hat. Trotzdem hat es ihm immer super viel Spaß gemacht und mir natürlich auch! Für ihn war es immer ein super Ausgleich zum Obedience. Chester wird dieses Jahr 10 Jahre alt und ist jetzt in wohlverdienter Agility-Rente.
  • Hoki ist 5 Jahre alt und vom Typ her eher das „Sportmodel“ unter den Tollern. Ein echter Workaholic und von Null auf Hundert in 2 Sekunden. Er gibt immer alles im Parcours ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei fährt er auch relativ schnell hoch und wird auch sehr laut. Er muss sich auch immer etwas aufregen, wenn andere Hunde dran sind. Bei ihm ist es sehr wichtig, dass ich darauf achte, dass er nicht übers Ziel hinaus schießt und sich nicht reinsteigert, dann ist alles prima. Trotz allem ist er sehr führig im Parcours und will es mir total Recht machen. Slalom und Steg sind seine Lieblingsgeräte. Insgesamt tut er sich sehr leicht und kann durch seinen eher quadratischen, leichten  Körperbau  viel mit Technik arbeiten, was von Vorteil ist.

 

Beide Hunde lernen sehr schnell und gerade im Agility eignet sich der Toller gut, da er ein insgesamt eher leichter, mittelgroßer Hund ist, der eigentlich an allem was Bewegung beinhaltet sehr viel Spaß hat und auch immer mit neuen Aufgaben und Übungen zu begeistern ist. Allerdings ist es sehr wichtig, dass zum Ausgleich noch zusätzlich mit dem Toller eine ruhigere Sportart trainiert wird, wie z.B. Dummy oder Obedience, da sie beim Agility doch sehr zum laut sein neigen.

 

Unsere zweite Sportart ist deshalb das Obedience. Da spielt der Körperbau jetzt keine so große Rolle, da geht es eher um Perfektion bei den einzelnen Übungen. Wenn der Mensch daran Spaß hat, wird der Toller das alles brav mitmachen.

Meine beiden Buben sind auch da wieder sehr unterschiedlich zu trainieren. Chester ist da eher der souveräne und überlegtere Hund, der dann auch öfter  mal vorgreift und es schließlich eh besser weiß als das Fraule ;-), aber auch da gilt für ihn: ich mach alles, aber ich möchte dann auch meine Wurst!

Hoki dagegen ist eher  impulsiv und hibbelig und steht sich dabei oft selbst im Weg. Er will mir alles nur recht machen und strengt sich mega an. Er würde nie in Frage stellen, was das Fraule so sagt. Auch hier muss ich darauf achten, dass er nicht zu sehr vom Trieb hochfährt, sonst wird es eher chaotisch.

Auf jeden Fall macht es super viel Freude mit dem Toller zu arbeiten und beide Hunde sind im Training so wie auch auf Prüfungen immer eine Herausforderung für mich.  Und ich bin überzeugt davon, dass der nächste Toller der von mir in diesen beiden Sportarten ausgebildet wird, wieder ganz anders zu handeln ist. Aber anders wäre es ja auch Langweilig!

 

Weitere Informationen zu Nadine und ihren Jungs findet ihr hier

 

 

Wir sind Mitglied sowie anerkannte Zuchtstätte in folgenden Verbänden